Grankin und Patch bescheren Berlin das Supercup-Triple

VBL | Pressemitteilungen

Meister und Titelverteidiger BR Volleys hat das Triple perfekt gemacht und nach 2019 und 2020 den Supercup gewonnen. Gegen die United Volleys Frankfurt setzten sich die Berliner in drei Sätzen mit 25:18, 25:19 und 25:20 durch und sicherten sich den ersten Titel der neuen Saison. „Wir haben ein gutes Spiel gemacht, damit können wir sehr zufrieden sein. Die Annahme war stabil und Sergey Grankin hat die Bälle überragend verteilt“, sagte BRV-Spieler Ruben Schott nach dem klaren Sieg bei Spontent, dem offiziellen Streaming-Partner der Volleyball Bundesliga der Männer.

BR Volleys können als Triple-Sieger feiern. (Foto: Michael Dittmer)

Und damit brachte er den Unterschied des Abends auf den Punkt. In der PALMBERG ARENA in Schwerin war es vor allem Zuspiel-Ikone Sergey Grankin, der im Zusammenspiel mit Benjamin Patch den Unterschied machte.

Im ersten Satz agierten die United Volleys bis zum 9:9 auf Augenhöhe mit dem Titelverteidiger, ehe Berlin Punkt für Punkt vorbeizog. Grankin ließ seine Genialität, mit seinem inzwischen berühmt berüchtigten einhändigen Zuspiel, Mitte des Durchgangs erstmals aufblitzen. Aus Frankfurter Sicht punktete Daniel Malescha, der am Ende zwölf Zähle beisteuerte. Patch auf der anderen Seite war jedoch nicht zu stoppen und führte die Berliner zum Satzgewinn (25:18).

Auch Durchgang zwei verlief nach dem gleichen Schema. Die United Volleys hielten den Satz zu Beginn ausgeglichen. Viel ging erneut über Malescha, auf der anderen Seite zimmerte Patch die Bälle ins Frankfurter Feld. Beim Stand vom 15:19 aus Frankfurter Sicht nahm Christophe Achten eine Auszeit, um die kleine Aufschlagserie von Grankin zu unterbrechen. Dies gelang jedoch erst zwei Gegenpunkte später – damit war der Satz entschieden. Patch verwandelte den Satzball zum 25:19.

Das Muster blieb auch in Durchgang drei erhalten. Bis zum 12:12 sahen die gut 950 Zuschauer in der PALMBERG ARENA ein ausgeglichenes Spiel. Neben Patch spielte sich auf Berliner Seite nun auch Cody Kessel richtig in Fahrt. Doch Frankfurt steckte nicht auf, kam in dieser Phase vor allem über Robin Baghdady zu Punkten. Letztlich brachten sich die United Volleys durch kleine Ungenauigkeiten um den Lohn ihrer Mühen und mussten erneut die Berliner davonziehen lassen. Es war Grankin, der mit einem frechen zweiten Ball die Partie beendete (25:20). Zum MVP des Spiels wählten die Zuschauer über die Supercup-App Benjamin Patch, der am Ende auf 18 Punkte kam.

„Wir haben mit dem Aufschlag nicht so viel Druck hinbekommen, wie wir uns das vorgestellt hatten“, sagte Malescha im Anschluss an das Spiel. „Auch im Block und in der Verteidigung, wo wir manchmal wirklich dran waren, konnten wir uns nicht belohnen.“ Die United Volleys warten weiter auf den ersten Supercup Titel der Vereinsgeschichte. „Wir können trotzdem positiv nach vorne schauen. Gegen Berlin ist es immer schwierig.“, fand Malescha mit Blick auf die anstehende Saison.

Zum ersten Mal konnten Fans des Männer-Volleyballs über den Streamingdienst Spontent auf Twitch interaktiv dabei sein. Eine gelungene Premiere war dieses Spiel in jedem Fall.

Autorin: Franziska Wagener

02.10.2021 22:12

Dresdner SC gewinnt ersten Titel der Saison

VBL | Pressemitteilungen

Der erste Titel der Volleyball Bundesliga-Saison geht an den Dresdner SC. Der amtierende Meister setzte sich in einem packenden Klassiker gegen Pokalsieger und Supercup-Seriensieger SSC PALMBERG Schwerin mit 3:2 (25:17, 25:18, 17:25, 18:25, 15:10) durch. Schwerin verpasste damit in der heimischen PALMBERG ARENA den angepeilten fünften Supercup-Sieg in Serie. Stattdessen jubelt der DSC und holt sich vor rund 950 Zuschauern den ersten Supercup-Titel der Vereinsgeschichte.

„Ich bin extrem stolz auf meine Mannschaft, dass sie hier so abgeliefert hat“, sagte DSC-Coach Alexander Waibl. „Wir haben in den ersten Sätzen überragend gespielt. Danach hat uns Schwerin den Schneid abgekauft. Aber im Tiebreak waren wir wieder da und haben das Ding verdient gewonnen.“

Revanche geglückt: Dresdnerinnen können jubeln. (Foto: Michael Dittmer)

Die Damen aus Sachsen dominierten die sechste Auflage des Supercups von Beginn an. Präsenter auf dem Feld und in den entscheidenden Momenten näher am Ball, erspielten sie sich schnell einen Drei-Punkte-Vorsprung im ersten Satz. Der SSC, der nach der abgelaufenen Saison einige Veränderungen im Kader aufweist, hatte mit Abstimmungsproblemen zu kämpfen, vermeintlich leichte Bälle fanden keine Abnehmerin. Mit einer starken Aufschlagserie von Mittelblockerin Monique Strubbe und einer konzentrierten Abwehrleistung setzen sich die Dresdnerinnen mit 16:9 deutlich ab und sorgten so für die Vorentscheidung im ersten Durchgang. Nationalspielerin Jennifer Janiska war es letztlich, die den Satzball zum 25:17 mit einem feinen Shortcut auf den „Marktplatz“ verwandelte.

Auch im zweiten Satz zeigte Dresden deutlich, dass sich das Team in der PALMBERG ARENA etwas vorgenommen hatte. Schnell ging der amtierende Meister mit 5:0 in Führung und gab die Führung im Satzverlauf nicht mehr her. Dresden behielt bei langen Ballwechseln zumeist die Oberhand, so auch beim hart umkämpften Punkt zum 17:11. Erneut war es Janiska, die den Satzball zum 25:18 auf den Boden brachte.

Schwerin wäre nicht Schwerin, wenn die zwei deutlichen Satzverluste keine Reaktion hervorriefen. Offenbar hatte Trainer Felix Koslowski in der Pause die richtigen Worte gefunden. In Durchgang drei begannen die Gastgeberinnen konzentrierter und erspielten sich ihrerseits erstmals eine deutliche Führung. DSC-Coach Alexander Waibl zog beim 3:8 aus seiner Sicht bereits die zweite Auszeit des Satzes. Angeführt von der neugewählten Spielführerin Femke Stoltenborg, ließen sich die SSC-Damen den Durchgang allerdings nicht mehr nehmen. Mit 25:17 endete Satz drei zu Gunsten der Schwerinerinnen.

Auf dem Papier schien auch Satz vier eine klare Angelegenheit zu sein. Mit 25:18 sicherte sich der SSC den Durchgang und rettete sich in den Tiebreak. Viele umkämpfte Ballwechsel sorgten allerdings für reichlich Spannung. Besonders die deutlich verbesserte Blockarbeit brachte Schwerin die entscheidenden Punkte. Die Zuschauer zündeten Mitte des Satzes, als Dresden sich auf 17:19 herangespielt hatte, den Heimvorteil und peitschen ihren Schweriner SC mit Standing Ovations an.

Also hieß es: Alles auf Anfang und auf in den Tiebreak, bei dem der DSC unter anderem durch ein Ass den besseren Start erwischte - 4:1.  Das Spiel hatte nun alle Emotionen, die der Volleyballsport zu bieten hat. Der pure Wille dominierte auf beiden Seiten. Letztlich hatte der DSC den etwas längeren Atem und gewann die 6. Auflage des Supercups mit 15:10 im Tiebreak. Maja Storck, die mit insgesamt 25 Punkten die erfolgreichste Spielerin auf dem Feld war, verwandelte den ersten Matchball mit einem krachenden Aufschlag.

Im Gespräch mit dem Sender Sport1, der das gesamte Spiel übertragen hatte und als starker Partner die Saison der Frauen-Bundesliga begleitet, gratulierte Schwerins Libera Anna Pogany den Siegerinnen: „Glückwunsch an Dresden, das Team hat heute überragend gespielt. Wir haben uns zum Tiebreak gekämpft. Ein fünfter Satz kann so oder so ausgehen. Und heute war Dresden einfach ein Stückchen besser.“

Zum MVP des Spiels ist Dresdens Kapitänin Jennifer Janiska gewählt worden.

Autorin: Franziska Wagener

02.10.2021 20:53

"Geile Chance, den ersten Titel zu holen"

VBL | Pressemitteilungen

Der erste Titel der Saison hat immer seinen Reiz, umso mehr, wenn endlich wieder Fans dabei sein dürfen. Die Meister und Pokalsieger der Volleyball-Bundesliga (VBL) bei Männern und Frauen ringen am Samstag (ab 17 Uhr) in der PALMBERG ARENA in Schwerin vor bis zu 1.000 Anhängern mit reichlich Start-Euphorie um die erste Trophäe der Spielzeit. Bei der sechsten Ausgabe des jungen, aber mittlerweile etablierten Wettbewerbs will Gastgeber SSC Palmberg Schwerin den Henkelpott im Klassikerduell gegen Meister Dresdner SC zum fünften Mal in Serie gewinnen. Ebenso wie bei den Frauen kommt es auch bei den Männern zu einer Neuauflage des Supercup-Matches des Vorjahres. Pokalsieger United Volleys Frankfurt fordert den Meister und zweimaligen Supercup-Gewinner Berlin Recycling Volleys heraus.

Das Klassikerduell zwischen Schwerin und Dresden sorgt bei Aktiven und Fans allein schon wegen der Rivalität der Klubs für Kribbeln. „Ich freue mich echt riesig auf das erste Kräftemessen gegen Dresden und habe dieses Jahr viel Vertrauen in die Mannschaft”, sagt SSC-Zuspielerin Femke Stoltenborg, die zur neuen Spielführerin ernannt wurde. Die auf sechs Positionen veränderte frische Schweriner Mannschaft kann die Erfahrung aus zwei Testspielen gegen Topklub VakifBank Istanbul einbringen. „Diese Spiele gegen eine der drei besten Mannschaften auf der Welt waren sehr lehrreich für uns”, sagt Trainer Felix Koslowski. Der Supercup nun sei „speziell für uns etwas Besonderes, weil wir das erste Mal wieder mit Zuschauern spielen können. Wir wollen gleich eine gute Leistung zeigen. Darauf arbeiten wir die ganze Vorbereitung hin”, betont Schwerins Coach, der auf seinen kompletten Kader bauen kann.

Kampf auf Augenhöhe zwischen Dresden und Schwerin. (Foto: Sebastian Wells)

Der Dresdner SC muss wegen einer Bänderdehnung wohl auf Libera Sophie Dreblow verzichten. „Es würde schon an ein Wunder grenzen, wenn sie spielen könnte”, sagt DSC-Trainer Alexander Waibl. Eine personelle Herausforderung für die Dresdnerinnen, da sie durch den Ausfall von Zugang Jacqueline Quade (Kreuzbandriss) ohnehin in der Annahme kreativ sein müssen. So muss der Meister aktuell auf die Eigengewächse Sina Stöckmann und Julia Wesser setzen, was allerdings ohnehin Klubphilosophie ist. „Der Supercup ist ein guter Gradmesser für den aktuellen Stand des Leistungsvermögens”, sagt Waibl. Doch der Coach weiß, dass seine Mannschaft nach den Abgängen von Leistungsträgerinnen wie Lena Stigrot, Lenka Dürr und Camilla Weitzel noch Zeit zur Entwicklung braucht. Nichtsdestotrotz möchte er beim Supercup sehen, „dass das Team auch emotional stabil spielt”. In der Vorbereitung gab es wie jüngst bei der 2:3-Niederlage in Potsdam stets Phasen, in denen die Gruppe wackelte. „Da wollen wir einen Schritt vorankommen, um gerade bei einem solchen Spiel, das live übertragen wird, bei dem es um einen ersten Titel geht und bei dem die Spielerinnen ein bisschen Druck verspüren, besonders aggressiv zu sein.”

Bei den Männern scheint die Ausgangslage eindeutiger. Meister BR Volleys geht als klarer Favorit in das Duell. Der Ligaprimus hat durch die Verpflichtungen von Libero Santiago Danani – Bronzemedaillengewinner mit Argentinien bei den Olympischen Spielen in Tokio – und Außen-Annahme-Akteur Ruben Schott noch mehr Stabilität dazugewonnen, während Säulen der Mannschaft wie Zuspieler und Kapitän Sergey Grankin und Scorer Benjamin Patch in Berlin geblieben sind und jetzt noch mehr Verantwortung übernehmen. „Natürlich müssen wir mit dieser Mannschaft um alle nationalen Titel kämpfen”, sagt Manager Kaweh Niroomand. Dazu zählt auch der Supercup, den die Berliner zuletzt zwei Mal in Serie gewinnen konnten. Allerdings fehlen in Schwerin gleich drei Akteure: die französischen Außen-Annahme-Spieler Samuel Tuia (Muskelfaserriss) und Timothée Carle sowie Mittelblocker Anton Brehme (beide Kniebeschwerden). Doch der Sieg im Härtetest beim polnischen Topklub Belchatow (3:2) zeigte, dass das erfahrene Team trotz kurzer Vorbereitungszeit schon auf hohem Niveau abliefern kann.

Pokalsieger Frankfurt und Meister Berlin treffen in Schwerin aufeinander. (Foto: Conny Kurth)

Herausforderer United Volleys rechnet sich dennoch Chancen aus. „Das Spiel hat schon Prestige und ist für uns eine geile Chance, bei diesem Höhepunkt gleich zu Beginn der Saison einen Titel zu holen”, sagt Frankfurts Diagonalangereifer Jochen Schöps. Der Routinier kündigt an: „Wir sind der Außenseiter, aber geben Vollgas. Chancen gibt es bei einem solchen Ein-Tages-Event immer. Man kann auch Berlin mal auf dem falschen Fuß erwischen. Wir werden sehen, ob wir sie ärgern können.” Der Supercup fehlt übrigens noch in der üppigen Titelsammlung des 37 Jahre alten mehrfachen deutschen und polnischen Meisters sowie Champions-League-Siegers, der sich auch auf die Kulisse freut. „Mit Zuschauern ist es wieder viel emotionaler. Wir wollen die Fans mitreißen und Stimmung von ihnen aufnehmen”, kündigt Schöps an.

Tickets

Für Kurzentschlossene sind noch wenige Tickets unter www.ticketmaster.de verfügbar. Es gibt keine Karten an der Tageskasse.
Bei der Veranstaltung kommt die 3G-Regelung zum Tragen. Das bedeutet, dass der Einlass nur mit einem entsprechenden Nachweis über eine Impfung, die Genesung oder mit einem offiziellen Test, der nicht älter als 24 Stunden sein darf, möglich ist. Während des gesamten Aufenthalts in der Arena gilt die Maskenpflicht. Diese muss auch am Platz getragen werden. Essen und Trinken ist auf den Plätzen nicht gestattet.

Autor: Ullrich Kroemer

01.10.2021 15:14

Interaktive Premiere: Volleyball Supercup zwischen Berlin und Frankfurt im BOUNCE HOUSE

VBL | Pressemitteilungen
  • Meister gegen Pokalsieger: Der erste Titel der Saison wird am Samstag, 2. Oktober, in der PALMBERG ARENA Schwerin vergeben
  • Start der Live-Sendung auf Twitch um 18:00 Uhr mit Vorberichten, Interviews und Analysen aus dem SPONTENT-Studio
  • Auftaktspieltag in der Volleyball Bundesliga der Männer am Mittwoch, 6. Oktober, live ab 18:00 Uhr bei SPONTENT auf Twitch sowie ab 19:20 Uhr auf Sportdeutschland.TV

Zum zweiten Mal hintereinander begegnen sich im Volleyball Supercup die BERLIN RECYCLING Volleys und die United Volleys Frankfurt. (Foto: Conny Kurth)

Déjà-vu unter neuen medialen Vorzeichen: Wie bei den Frauen treffen auch im Volleyball Supercup der Männer die gleichen Teams wie im Vorjahr aufeinander. Meister und Titelverteidiger BERLIN RECYCLING Volleys tritt am Samstagabend in der PALMBERG ARENA Schwerin gegen Pokalsieger United Volleys aus Frankfurt an. Mit der Partie startet die Volleyball Bundesliga (VBL) der Männer gleichzeitig in ein neues Medien-Zeitalter: Schon ab 18 Uhr ist Sendebeginn auf Twitch. Mit dem Wechsel zum weltgrößten Streamingportal setzen die Clubs der Eliteliga zukünftig voll auf Storytelling, Community Building und Interaktion mit Fans und Followern. Auch der erste Spieltag der neuen Bundesligasaison 2021/22 am darauffolgenden Mittwoch wird mit vier Begegnungen sowohl dort als auch bei Sportdeutschland.TV, der Web-TV-Plattform des Deutschen Olympischen Sportbunds (DOSB), zu sehen sein.

Spielbeginn in Schwerin wird für die Männer frühestens um 19:30 Uhr sein. Umso mehr dürfen sich die Volleyballanhänger auf eine ausgiebige Einstimmung mit den SPONTENT-Größen Dirk Funk und Alexander Walkenhorst freuen. Aus dem neuen Düsseldorfer Sendestudio des Kanals präsentiert das eingespielte Duo seinen ganz persönlichen Ausblick auf das anstehende Match, die beiden Teams und die kommende Saison in der Männer-Volleyball Bundesliga. Als Gastexperte kommt der deutsche Ex-Nationalspieler Tim Broshog dazu. Der gebürtige Berliner trug zu Beginn seiner Karriere selbst das Trikot der BR Volleys. Volleyball-Fachwissen gepaart mit hohem Unterhaltungswert bleibt aber auch während der anschließenden Übertragung des Duells aus der PALMBERG ARENA garantiert.

Melli Gernert und Georg Wolf am Mikrofon

An einem der zwei Kommentatoren-Mikrofone wird Melanie „Melli“ Gernert sitzen, eine der erfolgreichsten Spielerinnen auf der deutschen Beachvolleyball-Tour und in der Halle in ihrer Heimatstadt Berlin aktiv. Ihr hessischer Kollege und Nebenmann Georg Wolf ist ebenfalls kein reiner Sand-Spezialist, sondern gehörte eine Saison lang sogar selbst zum Bundesligakader der United Volleys. Schon während der vergangenen Spielzeit waren beide in Königs Wusterhausen und Frankfurt im Streaming-Einsatz, sollten zusammen also definitiv für die eine oder andere Insider-Information gut sein. Nicht ganz so gleichwertig ist hingegen die Erfahrung auf dem Spielfeld verteilt.

 Während der elfmalige Deutsche Meister aus Berlin nach den Supercup-Erfolgen 2019 und 2020 den Hattrick anstrebt, konnten die Frankfurter, seit 2015 in der 1. Bundesliga dabei, mit dem Pokalsieg im Februar ihren ersten Titelgewinn überhaupt feiern. In der Mainmetropole setzt man wie im Vorjahr auf die Diagonal-Doppellösung mit Daniel Malescha und Jochen Schöps. Auch Top-Libero Satoshi „Ide“ Tsuiki aus Japan konnte gehalten werden, zu den Neuzugängen zählt mit Außenangreifer Robin Baghdady ausgerechnet ein ehemaliger Berliner. Zu den Punktegaranten bei den Hauptstädtern zählt weiterhin die Achse Sergej Grankin und Benjamin Patch. Aus Polen ist der deutsche Nationalspieler Ruben Schott zurückgekehrt, mit dem Argentinier Santiago Danani wurde ein Weltklassemann für Annahme und Abwehr verpflichtet.   

Fans eingeladen zum Mitmachen und Mitgestalten

Bis zu 1.000 Zuschauerinnen und Zuschauer dürfen dank des Hygienekonzepts vor Ort in der Arena dabei sein. Wo sie sich durch Klatschen, Jubeln und Anfeuern lautstark bemerkbar machen können, bekommen die Fans zu Hause vor den Bildschirmen nun bei Twitch zahlreiche neue Möglichkeiten, das eigene Spiel- und Medienerlebnis noch emotionaler und interaktiver zu gestalten. Ohne Anmeldung oder Gebühr ist man auf www.twitch.tv/spontent von Beginn an bis zur Siegerehrung und zur Nachbetrachtung mit Interviews im Studio dabei.

Im Chat kann durchgehend mitdiskutiert und gefragt werden. Die Fans können beispielsweise mit „Emotes“ den Spielverlauf kommentieren, Kanalpunkte sammeln und verwetten oder bei Votings abstimmen. „Wir lassen die Leute mitmachen und mitgestalten“, betont SPONTENT-Macher Walkenhorst. So soll das Publikum mit seinen Reaktionen selbst dazu beitragen, dass sich das BOUNCE HOUSE – so der Name des neuen Medienerlebnisses der Volleyball Bundesliga der Männer – über die gesamte Saison hinweg weiterentwickelt und die „Follower“ vor dem Fernseher, am PC oder Smartphone mit den Akteuren auf dem Court, am Mikrofon und im Studio zu einer echten Gemeinschaft zusammenwachsen.

Vier Partien zum Saisonauftakt am Mittwoch

Die nächste Etappe auf diesem Weg steht bereits am Mittwoch, dem 6. Oktober an. Dann wird die Volleyball Bundesliga-Saison 2021/22 bei den Männern mit den Spielen VfB Friedrichshafen : SVG Lüneburg, SWD powervolleys Düren : WWK Volleys Herrsching, BERLIN RECYCLING Volleys : Helios GRIZZLYS GIESEN und Energiequelle Netzhoppers KW-Bestensee : United Volleys Frankfurt eröffnet. Am darauffolgenden Wochenende ab 9.10. wird erstmals im sogenannten „Double Header“-Modus gestreamt: Zwei Partien an einem Tag beziehungsweise Abend mit begleitendem Studioprogramm davor, dazwischen und danach – insgesamt über sechs Stunden sportliche Live-Unterhaltung auf Twitch und im BOUNCE HOUSE. Wer nichts verpassen will: Sicherheitshalber schon einmal die nötigen Links im Browser oder der Handy-App speichern und kostenlos den Kanälen folgen!

30.09.2021 13:42

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Dresdner SC gewinnt ersten Titel der Saison

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Der erste Titel der Volleyball Bundesliga-Saison geht an den Dresdner SC. Der amtierende Meister setzte sich in einem packenden Klassiker gegen Pokalsieger und Supercup-Seriensieger SSC PALMBERG Schwerin mit 3:2 (25:17, 25:18, 17:25, 18:25, 15:10) durch. Schwerin verpasste damit in der heimischen PALMBERG ARENA den angepeilten fünften Supercup-Sieg in Serie. Stattdessen jubelt der DSC und holt sich vor rund 950 Zuschauern den ersten Supercup-Titel der Vereinsgeschichte.

„Ich bin extrem stolz auf meine Mannschaft, dass sie hier so abgeliefert hat“, sagte DSC-Coach Alexander Waibl. „Wir haben in den ersten Sätzen überragend gespielt. Danach hat uns Schwerin den Schneid abgekauft. Aber im Tiebreak waren wir wieder da und haben das Ding verdient gewonnen.“

Revanche geglückt: Dresdnerinnen können jubeln. (Foto: Michael Dittmer)

Die Damen aus Sachsen dominierten die sechste Auflage des Supercups von Beginn an. Präsenter auf dem Feld und in den entscheidenden Momenten näher am Ball, erspielten sie sich schnell einen Drei-Punkte-Vorsprung im ersten Satz. Der SSC, der nach der abgelaufenen Saison einige Veränderungen im Kader aufweist, hatte mit Abstimmungsproblemen zu kämpfen, vermeintlich leichte Bälle fanden keine Abnehmerin. Mit einer starken Aufschlagserie von Mittelblockerin Monique Strubbe und einer konzentrierten Abwehrleistung setzen sich die Dresdnerinnen mit 16:9 deutlich ab und sorgten so für die Vorentscheidung im ersten Durchgang. Nationalspielerin Jennifer Janiska war es letztlich, die den Satzball zum 25:17 mit einem feinen Shortcut auf den „Marktplatz“ verwandelte.

Auch im zweiten Satz zeigte Dresden deutlich, dass sich das Team in der PALMBERG ARENA etwas vorgenommen hatte. Schnell ging der amtierende Meister mit 5:0 in Führung und gab die Führung im Satzverlauf nicht mehr her. Dresden behielt bei langen Ballwechseln zumeist die Oberhand, so auch beim hart umkämpften Punkt zum 17:11. Erneut war es Janiska, die den Satzball zum 25:18 auf den Boden brachte.

Schwerin wäre nicht Schwerin, wenn die zwei deutlichen Satzverluste keine Reaktion hervorriefen. Offenbar hatte Trainer Felix Koslowski in der Pause die richtigen Worte gefunden. In Durchgang drei begannen die Gastgeberinnen konzentrierter und erspielten sich ihrerseits erstmals eine deutliche Führung. DSC-Coach Alexander Waibl zog beim 3:8 aus seiner Sicht bereits die zweite Auszeit des Satzes. Angeführt von der neugewählten Spielführerin Femke Stoltenborg, ließen sich die SSC-Damen den Durchgang allerdings nicht mehr nehmen. Mit 25:17 endete Satz drei zu Gunsten der Schwerinerinnen.

Auf dem Papier schien auch Satz vier eine klare Angelegenheit zu sein. Mit 25:18 sicherte sich der SSC den Durchgang und rettete sich in den Tiebreak. Viele umkämpfte Ballwechsel sorgten allerdings für reichlich Spannung. Besonders die deutlich verbesserte Blockarbeit brachte Schwerin die entscheidenden Punkte. Die Zuschauer zündeten Mitte des Satzes, als Dresden sich auf 17:19 herangespielt hatte, den Heimvorteil und peitschen ihren Schweriner SC mit Standing Ovations an.

Also hieß es: Alles auf Anfang und auf in den Tiebreak, bei dem der DSC unter anderem durch ein Ass den besseren Start erwischte - 4:1.  Das Spiel hatte nun alle Emotionen, die der Volleyballsport zu bieten hat. Der pure Wille dominierte auf beiden Seiten. Letztlich hatte der DSC den etwas längeren Atem und gewann die 6. Auflage des Supercups mit 15:10 im Tiebreak. Maja Storck, die mit insgesamt 25 Punkten die erfolgreichste Spielerin auf dem Feld war, verwandelte den ersten Matchball mit einem krachenden Aufschlag.

Im Gespräch mit dem Sender Sport1, der das gesamte Spiel übertragen hatte und als starker Partner die Saison der Frauen-Bundesliga begleitet, gratulierte Schwerins Libera Anna Pogany den Siegerinnen: „Glückwunsch an Dresden, das Team hat heute überragend gespielt. Wir haben uns zum Tiebreak gekämpft. Ein fünfter Satz kann so oder so ausgehen. Und heute war Dresden einfach ein Stückchen besser.“

Zum MVP des Spiels ist Dresdens Kapitänin Jennifer Janiska gewählt worden.

Autorin: Franziska Wagener

veröffentlicht am Samstag, 2. Oktober 2021 um 20:53; erstellt von Westebbe, Janina
letzte Änderung: 02.10.21 22:46