TEAMS | Volleyball Supercup 2021

Dresdner SC

In einem an Spannung kaum zu übertreffenden Finale gegen Allianz MTV Stuttgart sicherte sich der Dresdner SC in der abgelaufenen Saison die Meisterschaft und qualifizierte sich für den Volleyball Supercup 2021. Die Mannschaft von Trainer Alexander Waibl hatte bisher drei Chancen, diesen Titel zu gewinnen. Bei der Premiere 2016 unterlag das Team mit 1:3 gegen Stuttgart, im Jahr 2018 setzte es eine 1:3-Niederlage und 2020 verlor man mit 3:0 gegen den diesjährigen Gegner aus Schwerin. Ist der DSC nach drei Anläufen nun reif für diesen Titel?

Der Volleyball Supercup fehlt noch in der Trophäensammlung der Sächsinnen. Foto: Dirk Michen

SSC Palmberg Schwerin

Die Schwerinerinnen werden in ihrer Heimatstadt erstmalig den Volleyball Supercup austragen. Das sollte ein großer Ansporn für die Mannschaft um Cheftrainer Felix Koslowski sein. Als amtierender Volleyball Supercup- und DVV-Pokalsieger wird sich eine selbstbewusste Schweriner Mannschaft am 02. Oktober mit dem Meister aus Dresden messen. 

Ausgelassener Jubel beim DVV-Pokalsieg 2020 in der SAP Arena in Mannheim. Foto: Conny Kurth

BERLIN RECYCLING Volleys

Nach den Niederlagen 2016, 2017 und 2018 gegen den VfB Friedrichshafen konnten sich die Berliner in den vergangenen beiden Jahren den Volleyball Supercup sichern. In der diesjährigen Ausgabe wird sich Liga-Konkurrent United Volleys Frankfurt, wie 2020 auch mit den Haupstädtern messen.

Die Deutsche Meisterschaft 2020 qualifizierte die Berliner für den Volleyball Supercup 2021. Foto: Günter Kram

United Volleys Frankfurt

Im vergangenen Jahr gastierte der Volleyball Supercup der Männer in der Heimstätte der Untited Volleys Frankfurt. Dort mussten sich die Hausherren gegen die BERLIN RECYCLING Volleys mit 3:0 geschlagen geben. 2021 kommt es zur Neuauflage dieser Partie, da sich die United Volleys Frankfurt mit dem ersten Titel der Vereinsgeschichte, dem DVV-Pokalsieg, die Qualifikation für den Volleyball Supercup sichern konnten.

Große Freude über den ersten Titel der Vereinsgeschichte ist in den Gesichtern der Frankfurt zu sehen. Foto: Conny Kurth

"Geile Chance, den ersten Titel zu holen"

VBL | Pressemitteilungen

Der erste Titel der Saison hat immer seinen Reiz, umso mehr, wenn endlich wieder Fans dabei sein dürfen. Die Meister und Pokalsieger der Volleyball-Bundesliga (VBL) bei Männern und Frauen ringen am Samstag (ab 17 Uhr) in der PALMBERG ARENA in Schwerin vor bis zu 1.000 Anhängern mit reichlich Start-Euphorie um die erste Trophäe der Spielzeit. Bei der sechsten Ausgabe des jungen, aber mittlerweile etablierten Wettbewerbs will Gastgeber SSC Palmberg Schwerin den Henkelpott im Klassikerduell gegen Meister Dresdner SC zum fünften Mal in Serie gewinnen. Ebenso wie bei den Frauen kommt es auch bei den Männern zu einer Neuauflage des Supercup-Matches des Vorjahres. Pokalsieger United Volleys Frankfurt fordert den Meister und zweimaligen Supercup-Gewinner Berlin Recycling Volleys heraus.

Das Klassikerduell zwischen Schwerin und Dresden sorgt bei Aktiven und Fans allein schon wegen der Rivalität der Klubs für Kribbeln. „Ich freue mich echt riesig auf das erste Kräftemessen gegen Dresden und habe dieses Jahr viel Vertrauen in die Mannschaft”, sagt SSC-Zuspielerin Femke Stoltenborg, die zur neuen Spielführerin ernannt wurde. Die auf sechs Positionen veränderte frische Schweriner Mannschaft kann die Erfahrung aus zwei Testspielen gegen Topklub VakifBank Istanbul einbringen. „Diese Spiele gegen eine der drei besten Mannschaften auf der Welt waren sehr lehrreich für uns”, sagt Trainer Felix Koslowski. Der Supercup nun sei „speziell für uns etwas Besonderes, weil wir das erste Mal wieder mit Zuschauern spielen können. Wir wollen gleich eine gute Leistung zeigen. Darauf arbeiten wir die ganze Vorbereitung hin”, betont Schwerins Coach, der auf seinen kompletten Kader bauen kann.

Kampf auf Augenhöhe zwischen Dresden und Schwerin. (Foto: Sebastian Wells)

Der Dresdner SC muss wegen einer Bänderdehnung wohl auf Libera Sophie Dreblow verzichten. „Es würde schon an ein Wunder grenzen, wenn sie spielen könnte”, sagt DSC-Trainer Alexander Waibl. Eine personelle Herausforderung für die Dresdnerinnen, da sie durch den Ausfall von Zugang Jacqueline Quade (Kreuzbandriss) ohnehin in der Annahme kreativ sein müssen. So muss der Meister aktuell auf die Eigengewächse Sina Stöckmann und Julia Wesser setzen, was allerdings ohnehin Klubphilosophie ist. „Der Supercup ist ein guter Gradmesser für den aktuellen Stand des Leistungsvermögens”, sagt Waibl. Doch der Coach weiß, dass seine Mannschaft nach den Abgängen von Leistungsträgerinnen wie Lena Stigrot, Lenka Dürr und Camilla Weitzel noch Zeit zur Entwicklung braucht. Nichtsdestotrotz möchte er beim Supercup sehen, „dass das Team auch emotional stabil spielt”. In der Vorbereitung gab es wie jüngst bei der 2:3-Niederlage in Potsdam stets Phasen, in denen die Gruppe wackelte. „Da wollen wir einen Schritt vorankommen, um gerade bei einem solchen Spiel, das live übertragen wird, bei dem es um einen ersten Titel geht und bei dem die Spielerinnen ein bisschen Druck verspüren, besonders aggressiv zu sein.”

Bei den Männern scheint die Ausgangslage eindeutiger. Meister BR Volleys geht als klarer Favorit in das Duell. Der Ligaprimus hat durch die Verpflichtungen von Libero Santiago Danani – Bronzemedaillengewinner mit Argentinien bei den Olympischen Spielen in Tokio – und Außen-Annahme-Akteur Ruben Schott noch mehr Stabilität dazugewonnen, während Säulen der Mannschaft wie Zuspieler und Kapitän Sergey Grankin und Scorer Benjamin Patch in Berlin geblieben sind und jetzt noch mehr Verantwortung übernehmen. „Natürlich müssen wir mit dieser Mannschaft um alle nationalen Titel kämpfen”, sagt Manager Kaweh Niroomand. Dazu zählt auch der Supercup, den die Berliner zuletzt zwei Mal in Serie gewinnen konnten. Allerdings fehlen in Schwerin gleich drei Akteure: die französischen Außen-Annahme-Spieler Samuel Tuia (Muskelfaserriss) und Timothée Carle sowie Mittelblocker Anton Brehme (beide Kniebeschwerden). Doch der Sieg im Härtetest beim polnischen Topklub Belchatow (3:2) zeigte, dass das erfahrene Team trotz kurzer Vorbereitungszeit schon auf hohem Niveau abliefern kann.

Pokalsieger Frankfurt und Meister Berlin treffen in Schwerin aufeinander. (Foto: Conny Kurth)

Herausforderer United Volleys rechnet sich dennoch Chancen aus. „Das Spiel hat schon Prestige und ist für uns eine geile Chance, bei diesem Höhepunkt gleich zu Beginn der Saison einen Titel zu holen”, sagt Frankfurts Diagonalangereifer Jochen Schöps. Der Routinier kündigt an: „Wir sind der Außenseiter, aber geben Vollgas. Chancen gibt es bei einem solchen Ein-Tages-Event immer. Man kann auch Berlin mal auf dem falschen Fuß erwischen. Wir werden sehen, ob wir sie ärgern können.” Der Supercup fehlt übrigens noch in der üppigen Titelsammlung des 37 Jahre alten mehrfachen deutschen und polnischen Meisters sowie Champions-League-Siegers, der sich auch auf die Kulisse freut. „Mit Zuschauern ist es wieder viel emotionaler. Wir wollen die Fans mitreißen und Stimmung von ihnen aufnehmen”, kündigt Schöps an.

Tickets

Für Kurzentschlossene sind noch wenige Tickets unter www.ticketmaster.de verfügbar. Es gibt keine Karten an der Tageskasse.
Bei der Veranstaltung kommt die 3G-Regelung zum Tragen. Das bedeutet, dass der Einlass nur mit einem entsprechenden Nachweis über eine Impfung, die Genesung oder mit einem offiziellen Test, der nicht älter als 24 Stunden sein darf, möglich ist. Während des gesamten Aufenthalts in der Arena gilt die Maskenpflicht. Diese muss auch am Platz getragen werden. Essen und Trinken ist auf den Plätzen nicht gestattet.

Autor: Ullrich Kroemer

veröffentlicht am Freitag, 1. Oktober 2021 um 15:14; erstellt von Westebbe, Janina
letzte Änderung: 09.11.21 17:26